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Eiweißallergie bei Babys

Aktualisiert: 21. Aug. 2021

Eine Allergie bei Babys frühzeitig erkennen.


Eine Lebensmittelallergie oder -unverträglichkeit kommt heutzutage leider nicht selten vor. Jeder kennt bestimmt mindestens eine Person aus dem Bekanntenkreis, welche an einer Allergie leidet. Sehr häufig sind auch Kinder und sogar Babys davon betroffen.


Es ist sehr schwer, eine Allergie bei Säuglingen zu erkennen und noch komplizierter nachzuweisen. Mein Albtraum begann als meine Tochter kaum zwei Monate alt war. Erste Symptome blieben von mir unbemerkt - es waren häufige und flüssige Stuhlgänge, was in den ersten Lebenswochen des Babys ganz normal sein kann. Einige Zeit später ist der Stuhlgang schleimig geworden und manchmal war etwas Blut drin. Ich wusste schon, dass etwas nicht stimmt. Danach bekam mein Baby einen furchtbaren Hautausschlag: atopische entzündete Haut, kleine rote nässende Pickel auf dem Gesicht, Kopf, Ohren und danach auf den Beinen. Starker Juckreiz.


Der Arzt hat bei meiner Tochter eine Neurodermitis festgestellt. Ich bekam verschiedene Cremes für sie. Aber die halfen nur, um die Hautentzündung und den Juckreiz zu lindern, sie heilten natürlich nicht die wahre Krankheit. Das war mir genau bewusst.


Es war eine schreckliche Zeit für mich. Ich konnte mich nicht ausruhen, weil ich nicht wusste, wie ich meiner Tochter helfen kann. Öfter ich bin mitten in der Nacht aufgewacht und hatte schreckliche Panikattacken. Ich begann viel im Internet zu recherchieren. Da ich an einer Glutenunverträglichkeit leide, wusste ich bereits, dass meine Tochter eine genetische Disposition für Allergien hat.


Da es von den Symptomen her nach einer Nahrungsmittelallergie aussah, blieb mir nur festzustellen, auf welche Produkte meine Tochter reagiert. Da ich meine Tochter voll gestillt hatte, musste ich selbst eine Eliminationsdiät machen. Und ja, es ist wichtig zu erwähnen, dass auch durch Muttermilch Allergene aus der Nahrung an das Kind weitergegeben werden.


Da kleine Kinder am häufigsten eine Kuhmilchallergie haben, hatte ich meine Eliminationsdiät damit angefangen. Ich habe Schritt für Schritt einzelne Produkte eliminiert, bis sich herausgestellt hat, dass meine Tochter an einer Eiweißallergie leidet.


Man kann eine reine Kuhmilchallergie haben (nur auf Kuhmilchprodukte allergisch sein), oder nur auf Eier reagieren (Hühnereiweißallergie). Aber man kann auch auf mehrere Produkte gleichzeitig allergisch reagieren – das passiert, wenn der Körper auf mehrere Proteine aus den Nahrungsmitteln reagiert.


Bei einer Eiweißallergie können folgende Symptome auftreten:

  • Durchfall oder Verstopfung

  • Blut im Stuhl

  • Hautrötung

  • Hautausschlag

  • Blähungen

  • Bauchschmerzen

  • Übelkeit

  • Erbrechen

  • Schnupfen

  • Probleme mit Gewichtszunahme 

  • In schwierigen Fällen (ganz selten) Atemnot

Welche Produkte soll man ausschließen:

  • Kuhmilchprodukte

  • Eiereiweiß

  • Zitrusfrüchte

  • Kakao

  • Erdbeere

  • Rotes Fleisch

  • Fische und Meeresfrüchte

  • Soja

  • Honig

  • Nüsse

  • Ziegen- und Schafsmilchprodukte (bei manchen Kindern werden diese toleriert, wie auch Rindfleisch)

Eine Eliminationsdiät funktioniert so, dass einzelne Produkte schrittweise eliminiert werden. Ich habe mit den Milchprodukten begonnen. Die Symptome blieben aber doch. Dann hatte ich Eier eliminiert. Das brachte auch keinen Erfolg. Danach hatte ich alle Produkte aus der obenerwähnten Liste ausgeschlossen. Es blieb aber noch ein wenig Hautausschlag, bis ich festgestellt habe, dass meine Tochter auch noch keine Karotten verträgt.


Die Eliminationsdiät ist ein sehr mühsamer Prozess, aber es ist es wert, sich Mühe zu geben. Bei vielen Kindern kann eine Allergie bis zum dritten Lebensjahr komplett verschwinden. Nur in seltenen Fällen bleibt sie für immer. Deswegen gibt es Hoffnungen und gute Chancen.


Babys können uns leider nichts sagen: wie sie sich fühlen, ob etwas weh tut und wo genau. Deswegen müssen wir sie gut beobachten. Wenn wir bemerkt haben, dass unsere Babys sich nicht wohlfühlt oder krank sind, sollten wir uns auch von den Kinderärzten und/oder der Hebamme beraten lassen.

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